Das Klappern des Frühlings

Im Frühjahr steigt in den Baumrinden der Saft auf. Dann schlagen die Spechte mit ihrem spitzen Schnabel die Saftbahnen an. Denn herausquellenden Saft trinken sie, um den über den Winter leergelaufenen inneren Akku vor der Paarungszeit aufzufüllen.

Das letzte isotonische Getränk für die hier gezeigten Vögel liegt jedoch schon einige Zeit zurück. Denn diese beiden Goldmaskenspechte, ein männliches und ein weibliches Exemplar, sind bereits 200 Jahre alt (melanerpes flavifrons). Diese beiden Spechte hat der in Höchstadt geborene Zoologe Johann Baptist von Spix auf der Brasilienexpedition von 1817 bis 1820 gesammelt, nach München mitgebracht und dort wissenschaftlich beschrieben.

Diese sehr kleine Spechtart besiedelt ein relativ großes Gebiet im zentralen östlichen Südamerika. Sie bewohnen feuchte Wälder und ernähren sich überwiegend von Früchten und Beeren. Das Obergefieder ist von einer violetten Tönung. Die Stirn, der Hals sowie der Nacken weisen eine gelbe Färbung auf. Der Kamm ist von einer scharlachroten Färbung.

Klingt spannend – und ist es auch. Macht Euch selbst ein Bild. Diese beiden Vogelpräparate wurden uns freundlicherweise vom Naturkundemuseum Bamberg ausgeliehen und sind im Spix-Museum in Höchstadt zu sehen.

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