Der Bayerische Museumspreis geht nach Höchstadt

Seit 1994 gibt es den Ritter von Spix Förderverein. Zweck des Vereins ist es, das Andenken an den berühmtesten Sohn der Stadt wach und sein Geburtshaus in der Badgasse in Schuss zu halten. Dort befindet sich auch das kleine Spix-Museum. Von einem Team um den ersten Vereinsvorsitzen Dr. Karl Reinartz mit Liebe zum Detail ausgestattet, eröffnete es am 25. Juni 2004 erstmals seine Pforte. Unter der Federführung des aktuellen Vereinsvorsitzenden Herbert Fiederling erfolgte im Frühjahr 2019 dann eine komplette Neugestaltung der Ausstellungsräume. Das neue Museumskonzept begeistert auch Experten – und wurde deshalb mit dem Bayerischen Museumspreis ausgezeichnet.

Alle zwei Jahre vergeben die Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern und die Kulturstiftung der Versicherungskammer Bayern den Bayerischen Museumspreis. Es handelt sich um einen der wichtigsten deutschen Museumspreise für ehrenamtlich geführte Häuser. Auch 2021 war das Bewerberfeld groß. „Wir dagegen waren nach Ausstellungsfläche das kleinste Museum im Wettbewerb“, berichtet Herbert Fiederling. Trotzdem konnte sich das Spix-Museum behaupten – und das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro entgegennehmen. „Denn der Ausstellung gelingt es auf kleiner Fläche mit Präparaten, Texten, Bildtafeln und Medieneinheiten ein spannendes Bild vom bayerischen Humboldt zu zeichnen“, lobt Stiftungsvorstand Franz Kränzler.

Was heute nach einem Konzept aus einem Guss aussieht, erforderte jedoch enorme Vorarbeiten. „Der Aufwand für die Neugestaltung war riesengroß“, bestätigt Herbert Fiederling – obwohl die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern den Ehrenamtlichen in Höchstadt eine Historikerin und eine Grafikerin zur Seite gestellt hatte. „Der ganze Vorstand hatte viel zu recherchieren und zu überlegen, welche Aspekte für einen schnellen Überblick wichtig sind“, erinnert sich Fiederling. Zudem galt es Fundraising zu betreiben und neue Exponate einzuwerben. Auch dies gelang – und so konnte vor einem Jahr die neue Dauerausstellung „Lebensraum Amazonas“ eröffnet werden. „Mit Unterstützung des Münchner Museums Mensch und Natur können wir jetzt auch 20 Tiere zeigen, denen Spix damals als erster Europäer begegnet ist“, freut sich der ehrenamtliche Museumsdirektor. „Das tolle ist, dass man den aufwendig präparierten Tieren hier näher ist als im Zoo. So lassen sich viele Details entdecken – was gerade die kleinen Museumsbesucher begeistert“.

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Mit dem Preisgeld soll nun die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt werden. „Die heimischen Schulen kommen regelmäßig in unser Haus“, betont Fiederling. „Aber viele Menschen in der Region kennen immer noch weder Spix noch das Museum. Das wollen wir ändern – um diesen herausragenden Forscher und seine bis heute bedeutende Arbeit zu würdigen“. Zudem sollen neue Mitglieder gewonnen werden.

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