Diamantenwäscherei Curralinho/Tejuco/ Minas Gerais

Minas Gerais ist in Brasilien das Bundesland mit den meisten Bodenschätzen. Schon vor Jahrhunderten wurden dort auch Gold und Edelsteine gefunden.
Die beiden Naturwissenschaftler Johann Baptist von Spix und Carl Friedrich Phillip von Martius besuchten im Laufe der Brasilienexpedition im Jahre 1819 die Diamantenwäscherei Curralinho. Sie sahen 20 schwarze Sklaven auf einem Brett im Bach sitzen, links und rechts in erhöhter Position je einen Aufseher. Die Sklaven holten mit einer Schüssel Wasser und Kies aus dem Bach, entfernten die größeren Kieselsteine und schüttelten und wässerten solange, bis nur noch wenig Material in der Schüssel verblieb. Entdeckten sie einen blinkenden Stein, nahmen sie ihn zwischen Daumen und Zeigefinger und legten ihn in der extra aufgestellte Schale ab. Wenn die Sklaven erneut ihre Schüsseln aus dem Bach füllten, mussten sie zuvor dreimal in die Hände
klatschen und Arme und Finger ausstrecken und damit anzeigen, dass sie keine Steine für sich behalten haben. Die Aufseher hatten die Sklaven stets im Blick und mussten dafür sorgen, dass alle Funde abgeliefert wurden. Spix und Martius hatten dieses Erlebnis in einem Bild festgehalten.
Brasilien war über lange Zeit der größte Sklavenmarkt der Welt. Erst im Mai 1888 wurde die endgültige Aufhebung der Sklaverei beschlossen. Brasilien war damit das letzte Land der westlichen Hemisphäre, das die Sklaverei abschaffte.
Quelle: Spix/Martius, Atlas 1831
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