Schwarze Kaimane oder Mohrenkaimane…

… sind riesig. Mit einer Länge von über sechs Metern belegen sie den Spitzenplatz unter den Raubtieren Südamerikas. Sie stehen an der Spitze der Nahrungskette und vertilgen alles, was ihnen über den Weg läuft. Dazu gehören große Tiere, wie Rinder, Pferde und auch Jaguare.

Der schwarze Kaiman lebt in den Überschwemmungsgebieten des Amazonasbeckens. Sein Körper ist dunkel gefärbt, was ihm seinen Namen eingebracht hat. Einen furchteinflößenden Kontrast dazu bildet der helle, besonders große Kopf. Obwohl die nachtaktiven Mohrenkaimane einen eher trägen Eindruck machen, sind sie zu Wasser und zu Land schnell unterwegs. Die Männchen wurden lange Zeit wegen ihres schönen Krokodilleders gejagt. Sie standen kurz vor der Ausrottung. Heute haben sich die Zahlen zum Glück ein wenig stabilisiert.

Prof. Ernst Josef Fittkau zeigt den von Spix gesammelten Kopf eines Schwarzen Kaimans

Johann Baptist von Spix hat den schwarzen Kaiman 1820 am Amazonas entdeckt. Im Zuge der Brasilien-Expedition hat er auch mehrere Exemplare nach München gebracht, ihn dort erstbeschrieben und ihm den Namen gegeben. Leider ist heuten nur noch ein Schädel vorhanden. Doch seine Ausmaße sind beeindruckend. Das Foto mit dem früheren Direktor der Zoologischen Staatssammlung München, Herr Prof. Ernst Josef Fittkau, lässt nur erahnen welche Dimensionen Schwarze Kaimane in freier Wildbahn annehmen können. Deutlich kleiner, aber nicht minder interessant, kommen da die Brillenkaimane daher. Eines dieser kleineren Krokodile ist als Tierpräparat im Spix-Museum zu besichtigen.

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