Spix-Haus: Wohnnutzung oder Denkmal für berühmten Sohn?

Fachbehörden verlangen noch in diesem Jahr eine Notsicherung des Baudenkmals – Vereine an Nutzung interessiert – Erschreckender Kostenanschlag: … Bleibt das Geburtshaus des … der Nachwelt erhalten, wird es nach der Sanierung für Wohnzwecke oder kulturell genutzt? … Behördentermin, zu dem das Landratsamt als Untere Denkmalschutzbehörde eingeladen hatte. Vom Abriß des inzwischen als Baudenkmal gesicherten Vierseithofes an der Badgasse war nicht die Rede. Vielmehr … : Das Dach ist so zu reparieren, daß dem … Anwesen im nächsten Winter nicht noch mehr Schaden entsteht. Sonderförderung möglich: Vor längerem hat der Stadtrat das örtliche Architekturbüro Max Günl mit einer Bestandsuntersuchung und einem Modernisierungsgutachten beauftragt, wobei auf eine Wohnnutzung abgezielt werden sollte. Mit diesem Konzept war auch die Bezirksregierung einverstanden, die die Mittel zur Altstadtsanierung bewilligt.- Oberregierungsrat Wustmann berichtete gestern jedoch von neuen Überlegungen auf Behördenebene, die namentlich von Landrat Franz Krug und Vertretern des Kultusministeriums aufgegriffen worden sind. Eine reine Wohnnutzung des Hauses würde dem Andenken an Spix nicht gerecht. … Seitens des Kultusministeriums werden bei Erhalt des Spixhauses und bei einer adäquaten Nutzung Sonderfördermittel aus dem Entschädigungsfond für Denkmalpflege in Aussicht gestellt.- Diese Intention kommt in Höchstadt dem Heimat- und Verschönerungsverein sowie dem Freundeskreis Ritter von Spix sehr entgegen, die ihrerseits mit Anträgen an den Stadtrat herangetreten sind, das Haus einer kulturellen Nutzung zuzuführen. Beiden Vereinen, die bei der Unterredung gstern durch ihre Vorsitzenden Hermann Bauer und Dr. Karl Dieter Reinartz vertreten waren, schwebt die Errichtung eines Spix gewidmeten Museums vor. Dazu bestehen berechtigte Hoffnungen, bei entsprechendem Ausbau und Schutz Exponate aus der Spix’schen Sammlung von München nach Höchstadt zu bekommen. … Im übrigen erinnerte Schell daran, daß 1990 für die Sanierung als Wohngebäude angestellte Schätzungen auf 1,6 Millionen DM hinausliefen. … Die Forderung nach Sanierung und Instandsetzung des Gebäudes bekräftigte Landeskonservatorin Dr. Gisela Vits vom Landesamt für Denkmalpflege. Der Stadt müsse klar sein, daß die Dacherneuerung nicht noch fünf Jahre warten könne.- Bauoberrat Pickel von der Bezirksregierung bekannte, daß „alle erschrocken sind als sie von 1,6 Millionen Mark Sanierungskosten erfuhren“. Pickel räumte allerdings auch ein, daß zum Beispiel der Regierung die Bedeutung von Spix nicht bekannt gewesen sei, als man sich auf die Wohnnutzung festlegte. … Gespickt mit Informationen über die Bedeutung Spixens läßt sich die Regierung aber auch für einen anderen Nutzungszweck erwärmen. …

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