Weltbürger Goethe

Carl Friedrich Philipp von Martius und Johann Baptist Ritter von Spix

Johann Wolfgang von Goethe hatte großes Interesse an der Entdeckung und Erkundung Brasiliens. Er pflegte zu verschiedenen Brasilienreisenden Kontakte. Darunter auch zu Graf Friedrich Alexander von Wied-Neuwied, Karl Franz Anton Ritter von Schreiber sowie Johann Christian Milkan.

Besonders engen Kontakt pflegte Goethe jedoch zu Carl Friedrich Philipp von Martius und Johann Baptist Ritter von Spix. Während Spix bereits mit den gesundheitlichen Folgen der Brasilien-Expedition zu kämpfen hatte, besuchte Martius Goethe im Spetember 1824 und im Oktober 1828 in Weimar.

Goethe, selbst als recht reiselustig bekannt, war dabei nicht nur an den Erzählungen aus einem fernen Land interessiert. Der Literat war zutiefst beeindruckt von den textlichen und bildlichen Werken der beiden Forscher. Dem verlieh Goethe immer wieder Ausdruck.

„Die schon längst bekannte Reisebeschreibung der beiden würdigen Forscher, Herren von Spix und Martius, München 1823, gab uns vielfach willkommene Localansichten einer großen Weltbreite, grandios, frei und weit; sie verlieh uns die mannichfaltigsten Kenntnissse einzelner Vorkommenheiten, und so ward Einbildungskraft und Gedächtnis vollkommen beschäftigt.“ (WA II, Bd. 6, S. 240)

Aufgrund der Begeisterung, die Spix und Marius bei Goethe auslösten, finden diese auch in der Biografie „Weltbürger Goethe“ ihren Niederschlag. Dieses E-Book ist im Dezember 2018 im BWV Berliner Wissenschafts-Verlag erschienen. Es kann über den Online-Shop der der Bücherstube Höchstadt für 29,00 Euro bezogen werden. Das Kapitel „Carl Friedrich Philipp von Martius und Johann Baptist Ritter von Spix“ stammt von Volker Hesse und beginnt auf Seite 132.

Weltbürger Goethe

Verlag: Berliner Wissenschafts-Verlag, 1. Auflage
ISBN: 978-3830538974

Inhalt: Angesichts einer bis heute anhaltenden Debatte über Flucht, Migration und Weltoffenheit liegt es nahe, auch den deutschen Dichter Johann Wolfgang Goethe zu befragen, was er zu diesen Themen den Nachgeborenen mitzuteilen hat. Die hier versammelten Beiträge, von ausgewiesenen Goethe-Kennern verfasst, zeigen facettenreich auf, wie sich Goethe mit dem ihm Fremden auseinandersetzte. Dabei wird der Reisende genauso gewürdigt wie der Goethe, der sich aus der Ferne mit fremden Nationen und deren Kulturen beschäftigte. Das Ergebnis: Goethe war ein Kosmopolit. Stets interessiert und offen, immer auch kritisch vergleichend, überschritt er nationale Grenzen, lernte mehrere Sprachen, beschäftigte sich in großer Breite mit literarischen Vorläufern aus ganz unterschiedlichen Kulturen. In Zeiten des Krieges und des antinapoleonischen Befreiungskampfes verwies er auf das Schicksal der Flüchtlinge und auf eine fernöstliche Kultur – die des Orients -, an der man sich mit Gewinn spiegeln könne.

 

 

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